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Pressemitteilung - Dortmund, 24.01.2012


„SOLID“-Laufrad mit neuartiger Form sichert störungsfreien Betrieb
Dortmund. Schmutziges und stinkendes Abwasser kann wiederverwendet werden. In vielen Stufen gereinigt und gefiltert, fließt es dem Wasserkreislauf wieder zu. So auch in dem auf 2.100 Einwohner ausgelegte Klärwerk Mehlmeisel im Fichtelgebirge bei Bayreuth. Um den Abwassermengen Herr zu werden ist eine betriebssichere Anlage oberstes Gebot.

Aus wirtschaftlichen Gründen wurde 2008 der veraltete Pumpenbestand nach einer Laufzeit von 66.000 Stunden gegen neue, sparsamere Pumpen ausgetauscht. Mit dem Austausch kamen Probleme. Die Pumpen erzeugten im Betrieb starke Vibrationen. Die Leitungen, durch die das Abwasser fließt, drohten leckzuschlagen. „Bei einem Ausfall der Pumpen wäre eine Versorgung der Gemeinde Mehlmeisel nicht mehr gewährleistet. Hier benötigten wir dringend Technik, die Betriebssicherheit garantiert“, so Klärwärter Armin Schwab.

Und die kam umgehend: Um das Problem zu beheben, setzte der Dortmunder Pumpenhersteller WILO SE alle Hebel in Bewegung.  Die eingebauten Pumpen stattete man Anfang 2009 mit dem Laufrad „SOLID“ (Safe Operation Logic Impeller Design) aus. Zu dieser Zeit befand sich die neu entwickelte Laufradgeneration noch in der Testphase. Sie wurde bisher nur auf dem Prüfstand eingesetzt. Doch um dem Kunden zu helfen, entschied Wilo das Laufrad als Feldtestversuch in die Anlage einzubauen. Der Wilo-Service tauschte die alten Laufräder gegen das neue „SOLID“ aus und erhielt die Bestätigung der vorherigen Prüfstandversuche: Die Pumpen liefen mit „SOLID“ einwandfrei, es traten keinerlei Vibrationen mehr auf.

Wassersparende Sanitärtechnik und das ressourcenschonende Verhalten der Verbraucher haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass der Anteil an Feststoffen im Abwasser zugenommen hat. Die Aggressivität der Abwässer ist stark gestiegen. Laufradgeometrie und Pumpengehäuse sind ausschlaggebend sowohl für den störungsfreien Durchlauf der Fördermedien als auch für den Wirkungsgrad der Pumpe. Herkömmliche Laufräder sind aufgrund ihrer Bauart bisher selten energieeffizient. So hat der Querschnitt des freien Kugeldurchgangs einer Pumpe Auswirkungen auf die maximale Größe der Feststoffe, die gefördert werden können. Je größer der Kugeldurchgang, umso besser können auch stark feststoffhaltige Abwässer von der Pumpe befördert werden. Jedoch geht hier viel Energie verloren. Ist der Kugeldurchgang kleiner, erhöht sich der Wirkungsgrad, mit ihm aber auch das Risiko einer Verstopfung. Das neue „SOLID“-Laufrad bietet hier die Lösung: zuverlässiger Betrieb bei einem besonders hohen Wirkungsgrad. Durch die strömungsoptimierte geometrische Gestaltung ist ein besonders vibrationsarmer Betrieb möglich. Mit der „Wilo-Ceram“ Beschichtung kann das Laufrad zudem gegen korrosiven und abrasiven Verschleiß geschützt werden. Dadurch verlängert sich die Standzeit zusätzlich.

„SOLID ist insbesondere für den Einsatz in Rohabwasser konzipiert, das einen besonders hohen Feststoffanteil aufweist. Es ist also perfekt geeignet für das Klärwerk Mehlmeisel“, so Peter Löser, Außendienstmitarbeiter der WILO SE. Die neu entwickelte Laufradform kann den Pumpenbetrieb durch besondere Laufruhe und Betriebssicherheit sowie geringe Betriebskosten optimieren.

Durch die optimale Betreuung des Wilo-Außendienstes konnte die Umrüstung der Pumpen des Typs „Wilo EMU FA“ im Klärwerk Mehlmeisel schnell und unkompliziert vorgenommen werden. „Die Pumpen laufen nun absolut einwandfrei. Betreuung und Einsatz des Außendienstes kann ich nur loben. Die Umrüstung der Laufräder kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen“, so Schwab, „Wir planen weitere Pumpen im Klärwerk nach und nach auf Wilo-Produkte umzurüsten.“ Nicht nur für die Betriebssicherheit des Klärwerks hat sich der Einsatz des neuen Laufrades rentiert. Durch die Umrüstung nehmen die Pumpen anstelle von 14 A nur noch 10,8 A auf. Somit laufen die Pumpen nicht nur zuverlässiger, sondern arbeiten auch energiesparender.

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Das neu entwickelte Laufrad SOLID (Safe Operation Logic Impeller Design) mit seiner neu entwickelten Form ist insbesondere für den Einsatz in Rohabwasser mit besonders hohem Feststoffanteil konzipiert. Hier kann es Anwendungsnachteile anderer marktgängiger Laufradformen im Rohabwassereinsatz kompensieren und den Betrieb von Abwasserpumpen optimieren. Es besitzt sowohl optimale hydraulische Eigenschaften für einen wirkungsgradoptimierten und sparsamen Betrieb, als auch hohe Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit, da es auch stark feststoffhaltige Abwässer problemlos befördern kann.

Mit „SOLID“ lassen sich Volumenströme bis zu 600 l/s und Förderhöhen bis zu 50 m Hmax realisieren. Wesentliches Merkmal des neuen Laufrades ist seine strömungsoptimierte Bauform, welche die Anlagerung von Feststoffen verhindert. Zudem sorgen im Saugbereich eingelassene Strömungsnuten für leichte Verwirbelungen, die möglichen Anlagerungen entgegenwirken. Die neue Pumpenbaureihe ist in den Nennweiten DN150 bis DN350 verfügbar. Mit einem hydraulischen Wirkungsgrad von bis zu 81 % setzen mit dem neuen Laufrad ausgestattete Abwasserpumpen – so der Hersteller – einen neuen Maßstab bei der energieeffizienten und wirtschaftlichen Rohabwasserentsorgung.

Die neuen SOLID-Laufräder können zudem mit der Beschichtung „Wilo-Ceram“ versehen werden, die beim Einsatz in aggressiven Fördermedien den korrosiven und abrasiven Verschleiß mindern und somit die Standzeit zusätzlich verlängern kann.
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