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Pressemitteilung - Dortmund, 19.05.2009


Wilo trotzt der Wirtschaftskrise
Dortmunder Pumpenspezialist auch 2008 auf Wachstumskurs
Dortmund. Trotz Finanzkrise und Rezession hat die Wilo-Gruppe ihren Wachstumskurs auch 2008 fortgesetzt und – wie es dazu heißt – „äußerst zufriedenstellende Ergebnisse“ erzielt. Bei der Jahrespressekonferenz am 19. Mai d.J. stellten die beiden Wilo-Vorstände Oliver Hermes (Finanzen, Controlling und Personal) und Dr. Holger Krasmann (Technik und Produktion) den Abschluss 2008 vor. Wilo ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik sowie die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Das Familienunternehmen ist aus der im Jahre 1872 in Dortmund gegründeten Kupfer- und Messingwarenfabrik Louis Opländer Maschinenbau hervorgegangen.

 

Die frühere WILO AG ist am 24. Juli 2008 zur WILO SE umfirmiert worden. Die Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft sei eine Konsequenz der erfolgreichen Internationalisierung der Gruppe. Die WILO SE fungiert als Muttergesellschaft der Wilo-Gruppe, die derzeit 62 vollkonsolidierte Produktions- und Vertriebsgesellschaften in 42 Ländern Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas umfasst.


Die Wilo-Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr erneut ausbauen können: Durch organisches Wachstum um 5,4 % wurde ein neuer Rekordumsatz von 977,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 78,0 Mio. auf 118,5 Mio. Euro. Das EBIT lag mit 88,6 Mio. 10,9 % unter dem Wert von 2007. In Relation zum Umsatz sank das EBIT von 10,7 % auf 9,1 %.

 

Das Eigenkapital verringerte sich um 5,1 % auf 282,5 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 42,3 % der Bilanzsumme entspricht. Die Mitarbeiterzahl nahm im Jahresdurchschnitt um 3,5 % auf 6.024 Beschäftigte zu.


Oliver Hermes, Wilo-Vorstand Finanzen, Controlling und Personal, erläuterte vor der Presse die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen. Er wies darauf hin, dass sich auch die Wilo-Gruppe den negativen Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht völlig habe entziehen können. Ausgewirkt habe sich der globale Negativ-Trend für Wilo vor allem in Nachfrageeinbrüchen auf verschiedenen Absatzmärkten und in teilweise massiven Abschwächungen der für das Unternehmen wichtigen Währungen. Das gelte insbesondere für den südkoreanischen Won, den US-Dollar und das britische Pfund. Außerdem habe man bis zum dritten Quartal erhebliche Preiserhöhungen bei den Rohstoffen verkraften müssen.

 

In Westeuropa lag der Umsatzzuwachs bei durchschnittlich 4,5 %. Auf dem deutschen Heimatmarkt führte die starke Nachfrage nach energieeffizienten Heizungspumpen zu einem Wachstum um 8,8 % auf 197,3 Mio. Euro. Auf ähnlich hohem Niveau bewegte sich der Geschäftsverlauf in Frankreich, dem für Wilo zweitwichtigsten nationalen Markt. Hier wurde ein Zuwachs von 7,3 % auf 112,5 Mio. Euro erwirtschaftet. In Asien konnte per Saldo eine leichte Umsatzsteigerung erzielt werden, obwohl in Südkorea – trotz eines nominalen Anstiegs in Landeswährung um 9,0 % – ein Rückgang um 14,2 % zu verbuchen war. Ursächlich dafür war die Abwertung des südkoreanischen Won gegenüber dem Euro um 26,8 % im Jahresdurchschnitt. Das regional höchste Umsatzwachstum konnte – bei zunehmenden Abkühlungstendenzen – in Osteuropa erreicht werden. Hier stieg der Umsatz um 8,0 %.

 

Mit Blick auf die weltweite Entwicklung teilte Oliver Hermes mit, dass das Marktsegment Heizung und Klima um 4,3 % und das Marktsegment Wasser und Abwasser um 6,8 % gewachsen seien.


Anschließend erläuterte Hermes weitere Einzelpositionen des Jahresabschlusses 2008. Der deutliche Cashflow-Anstieg um 78,0 Mio. auf 118,5 Mio. Euro sei primär auf die Verbesserung der Working-Capital-Performance zurückzuführen. Die Reduzierung des EBIT (von 99,4 auf 88,6 Mio. Euro) und der EBIT-Marge (von 10,7 auf 9,1 %) ergebe sich – abgesehen vom bereits erwähnten Anstieg der Rohstoffkosten und der Abwertung der Fremdwährungen – aus dem deutlich erhöhten Aufwand für die Entwicklung neuer Produkte und Märkte. Das rückläufige Konzernergebnis nach Steuern sei vorrangig durch das verschlechterte Finanzergebnis bedingt.

 

Positiv äußerte sich Hermes zur Vermögenslage des Konzerns: „Die Bilanzsumme der Wilo-Gruppe ist im Vergleich zum 31. Dezember 2007 um 4,5 % auf 668,1 Mio. Euro gestiegen. Dabei erhöhte sich sowohl das langfristige Vermögen um 7,6 % auf 251,6 Mio. Euro als auch das kurzfristige Vermögen um 2,7 % auf 416,5 Mio. Euro.“

 

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtsjahr um 12,7 % auf 52,3 Mio. Euro. Die F&E-Gesamtaufwendungen sind 2008 – im Vergleich zum Vorjahr – um 25,0 % auf 34,5 Mio. Euro gestiegen und haben damit 3,5 % vom Umsatz erreicht.


Im Anschluss daran informierte Dr. Holger Krasmann, Wilo-Vorstand Technik und Produktion, über Produkt- und Prozessinnovationen. Im Segment Heizung und Klima habe man im Jahr 2008 vorrangig in die Erweiterung und Optimierung der Hocheffizienzpumpen-Baureihe „Wilo-Stratos“ investiert.

 

Im Mittelpunkt der Produktinnovation habe im Berichtsjahr die Fertigstellung des bahnbrechenden Dezentralen Pumpensystems „Wilo-Geniax“ gestanden, das gegenüber herkömmlichen Zentralheizungen durchschnittlich 20 % Heizenergie spart. Hier seien umfassende Feldtests mit großem Erfolg in einer Vielzahl unterschiedlicher Gebäude durchgeführt worden. Damit seien alle Voraussetzungen für die erfolgreiche Markteinführung im Frühjahr 2009 erfüllt worden.


Im Hinblick auf quantitative Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich beide Wilo-Vorstände zurückhaltend. Die Wilo-Gruppe sei international gut aufgestellt, um der globalen Rezession 2009 entgegenzutreten und auf Sicht gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorzugehen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen setzt das Traditionsunternehmen auch für 2009 auf eine abgeschwächte Fortsetzung des langjährigen Wachstumskurses bei sinkendem EBIT und geringerer EBIT-Marge. Diese „gedämpfte Zuversicht“ werde gleichermaßen bestätigt durch die relativ stabile Umsatzentwicklung im ersten Quartal wie auch durch die hohe Akzeptanz der im März auf der internationalen Leitmesse ISH in Frankfurt vorgestellten Produktneuheiten.

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